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Scraping der Belegungsdaten mit Python-Scraper.

Auswertung und Visualisierung mit R.

Hier geht’s zum Original.

Platzfinder-App

So voll ist Deine Bib

15 Bibliotheken für LMU-Studenten. Trotzdem wird es manchmal voll. Wir haben die Besucherdaten analysiert und zeigen: Wann ist in der Bib am wenigsten los.

Eine nette kleine blau-weiße Parkscheibe, darauf der Slogan „Kim glei zruck!“. Mit ihnen hat die Unibliothek der LMU (UB) dem „Handtuchproblem“ den Kampf angesagt. Also dem dauerhaften Blockieren von nichtgenutzten Arbeitsplätzen. Gerade in der Prüfungszeit, wenn die Bibliotheken sowieso recht voll sind, ist das ärgerlich. Torsten Ostmann von der UB der LMU sagt dazu: „Die Einführung von Park- oder besser Pausenscheiben liegt dann recht nahe, da es bereits einige Beispiele für die Verwendung in anderen Bibliotheken in ganz Deutschland gibt. Und die Erfahrungen waren dort durchweg positiv.“

Wer seit vergangenem Jahr eine Bibliothek betritt, bekommt eine Pausenscheibe in die Hand gedrückt. Verlässt man seinen Platz, stellt man die Zeit ein. Nach 60 Minuten darf der Platz dann von anderen Bibliotheksbesuchern geräumt werden. Zeitgleich hat die UB ein weiteres System eingeführt, dass den Bibliotheksbesuchern helfen soll: Den Platzfinder.

Denn eine M94.5-Analyse zeigt: In der Bib kann es schon mal voll werden. Vor allem am Wochenende:

Pausenscheiben zählen die Besucher für die Internet-App

Die Mitarbeiter in den Bibliotheken zählen für den Platzfinder, wie viele Pausenscheiben sie ausgegeben haben. Das Ergebnis tragen sie in ein Webformular ein, dessen Ergebnis für 12 der 15 UB-Bibliotheken auf einer eigenen Webseite präsentiert. Im Idealfall mit nur fünf Minuten Verzögerung. „Über den Platzfinder können sich Studierende schnell und immer aktuell darüber informieren, in welcher Bibliothek sie noch einen freien Arbeitsplatz finden“, formuliert Torsten Ostmann von der UB den Anspruch. Und tatsächlich scheinen einige Studierende das Tool zu nutzen: 500 bis 800 Zugriffe habe die Seite pro Tag, heißt es von der UB.

Daran lassen sich auch spannende Entwicklungen ablesen. Die vollste Bibliothek ist die Medizinische Lesehalle, gefolgt von der Fachbibliothek Theologie und Philosophie und der Allgemeinen Lesehalle. Am wenigsten los ist bei den Wirtschaftswissenschaften und Statistik.

Auch der Tagesverlauf ist interessant anzuschauen: Erst am Nachmittag wird es wirklich voll. Die Rush-Hour beginnt ab 11 und geht bis 15 Uhr. Ab 18 Uhr wird es überall leerer, obwohl die Bibs dann noch lange aufhaben. Die meisten bis 22 Uhr, der Allgemeine Lesesaal sogar bis 24 Uhr.

Wer aber denkt, dass Studenten am Wochenende nicht arbeiten würden, und nur feiern wollen – dem widersprechen die Daten des Platzfinders. Demnach sind die Bibliotheken am Wochenende sogar voller, als unter der Woche – im Schnitt über 40 Prozent. Wobei da natürlich auch immer Externe dazukommen können. Und durch das händische Einpflegen passieren wohl auch einige Fehler.

Die UB ist mit dem Platzfinder sehr zufrieden. „Die positiven Rückmeldungen von Studierenden vor Ort bestätigen uns darin, diesen Service weiterhin anzubieten und auszubauen“, sagt Torsten Ostmann. Und tatsächlich: Wer in der Wahl seiner Bibliothek durch seine Fakultät nicht festgelegt ist, der kann mit dem Platzfinder viel Zeit und Nerven sparen.

Vorgehen:

Mehr als einen Monat lang hat M94.5 automatisiert alle 15 Minuten die Belegungen des Platzfinders aufgezeichnet. Über 36.000 Datenpunkte sind daraus entstanden. Rausgefiltert haben wir den Zeitraum zwischen Weihnachten und Neujahr, weil da die Bibs extrem leer waren. Inzwischen ist spürbar mehr los, als am Semesterbeginn. Weil die Bibliotheken unterschiedlich groß sind, geben wir zur besseren Vergleichbarkeit relative Werte an. Dass die Daten per Hand eingepflegt werden, merkt man an kleinen Fehlern. So haben manche Bibliotheken auch nach 22 Uhr noch einen Belegungswert – obwohl sie da schon geschlossen haben. Der generelle Trend sollte aber trotzdem einen guten Eindruck geben.

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